Die Karotte

Einfach ist das nicht, Karotten zu essen, wenn man nur diese spitzen Zähnchen hat! :)

 

Geschrieben von herbert am 9. Dezember 2014 | Abgelegt unter Allgemein,Andres | Keine Kommentare

Saulecker!

Ja, ich weiß, ich habe Euch gaaaanz lange vernachlässigt. Ich habe ja aber auch so viel zu tun! Wer würde das denn sonst alle machen? Schlafarbeit, Aufpassen (vor allem auf die Körbchen) und noch mehr Aufpassen (dass zum Beispiel das Essen richtig verteilt wird) und Kontrollieren (dass keine Katzen den Garten in Besitz nehmen) und das alles. Das kann einen schon ganz schön beschäftigen!

Aber gestern hat sich mein Frauchen wieder mal was ausgedacht: Sie hat die Vögel im Garten gefüttert (das macht sie ja eigentlich jeden Tag), aber jetzt war eine besondere Zutat dabei:

 

Mehlwürmer-kl

Und ich kann Euch sagen: Die sind richtig lecker! Und die riechen so gut! Ok, Frauchen findet die stinken, ich finde das aber saulecker! Boah! Endlich sind wir uns mal einig, was das Futter betrifft, also die Vögel im Garten und ich :) Ich verstehe nur nicht, wieso die Vögel mit Hundefutter gefüttert werden.

Eure Duka

Geschrieben von herbert am 3. Dezember 2014 | Abgelegt unter Allgemein,Duka | Keine Kommentare

Senioren-Spielstunde

Heute war mal wieder eine Senioren-Spielstunde. Es hat ja wenigstens nicht geregnet, auch nicht geschneit und der Boden war auch nicht gefroren. Wir waren also beim Hundespielplatz, und Duka hat das Rennen offenbar dringend benötigt. Unglaublich, wie die Oma immer noch flitzen kann! Die Hunde haben sich betätigt als …

… Rumsteher

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… Davonrenner

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… Aus-dem-Bild-Renner

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… Star-Models

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… gibt es auch in männlich

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… unscharfe Wegrenner

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… Stänkerer

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… noch mehr Aus-dem-Bild-Renner

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… Sackgassenläufer und Löcher-Buddler

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… und Schlabberzungen

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Und am Abend tun den älteren Herrschaften dann alle acht Füsse weh. ;)

Geschrieben von herbert am 8. Dezember 2013 | Abgelegt unter Allgemein,Andres,Duka | Keine Kommentare

Nasenkorrektur für Langnasen

Gestern war wieder so ein Tag. Und heute erst! Dabei bin ich wieder nicht gefragt worden und hatte auch gar keine Lust dazu.

Als Herrchen gestern gesagt hat, wie gehen zum Gassi, bin ich wieder gleich aufgestanden und habe mich zum Geschirr-Anziehen angestellt. Andrés nicht, der hat sich das länger überlegt, ob er auch mitgehen will. Aber ich bin ja auch die brave. Wir sind dann ins Auto eingestiegen und losgefahren. Herrchen, die alte Spaßbremse, ist aber nicht zum Gassiwald gefahren, sondern zum Parkplatz vom Tierarzt. Als wir da aussteigen mussten, sind wir gleich wieder in Richtung nach Hause gelaufen, jedenfalls ganz schnell weg von der Praxis. Aussteigen am Tierarzt-Parkplatz ist ein ganz schlechtes Omen. Die Tierarzt-Praxis auch. Zumindest tagsüber.

Wir sind gegen unseren Willen gezwungen worden, in die Praxis zu gehen. Im Behandlungsraum haben wir uns so gut wie möglich versteckt, auch wenn es praktisch keine Versteckmöglichkeiten gab. Als der Tierarzt kam bin ich geflohen, was aber wegen des begrenzten Platzangebots echt schwierig war. Außerdem haben sie mich am Geschirr festgehalten. Der Tierarzt hat dann an meiner Schönheitswarze an der Nase rumgedrückt und Herrchen hat ihm erzählt, dass die in den letzten Tagen immer mal wieder geblutet hat. Mir hätte das ja nix ausgemacht, aber ihm war’s wohl nicht recht, dass das Blut auf dem Parkett war. Dann haben sie mir komische, weiße Glibber-Salbe draufgeschmiert und erzählt, dass das gegen die Bakterien helfen soll, die da vielleicht sitzen. Das kann ich mir gut vorstellen, dass das den Bakterien nicht passt, mir hat die Salbe ja auch nicht geschmeckt, als ich sie von meiner Nase runtergeschleckt habe. Bäh!

Herrchen und der Tierarzt haben noch geredet und geredet, ich habe gar nicht mehr hingehört, wollte nur noch raus. Dann sind wir zum Auto, eingestiegen und zum Gassi. Endlich!

Als wir im Wald waren, hat es auch noch zu regnen begonnen. Ich habe dann den kürzesten Weg ausgesucht, bin vorausgelaufen und so schnell wie möglich zum Auto. Die Jungs sind mir hinterhergetappt. Ich muss auch noch eine Beschwerde loswerden: Es gab den gaaaaanzen Abend keine einziges Leckerli mehr! Schweinerei! Nicht einmal meine tägliche Gute-Nacht-Karotte, auf die ich schließlich seit Jahren ein Anrecht habe.

Heute Morgen habe ich dann auch meine Wurst nicht bekommen, in die meine Leute normalerweise meine Tablette verpacken, damit sie mir besser schmeckt. Belegte Wurst sozusagen. Dafür ist Herrchen ganz früh mit mir zum Gassi gegangen, wo ich unterwegs einen tollen, großen Haufen designt habe. Herrchen fand den so toll, dass er ihn gleich mitgenommen hat.

Als ich gemerkt habe, dass es wieder Richtung Tierarzt ging, war es zu spät. Wir sind schnurstracks zum gefährlichen Parkplatz gelaufen und waren – schwupps – in der Praxis. Dort hat mich der Tierarzt am Geschirr gepackt, hat zu Herrchen gesagt dass er schnell gehen soll und das hat Herrchen auch gemacht. Der will ja auch nicht länger als unbedingt nötig an diesem Ort des Schreckens bleiben.

Der Tierarzt hat mich dann in ein anderes Zimmer geführt und dort wurde ich mit einer Nadel traktiert. Die haben sie ganz tief in meinen Arm gesteckt. Das war so schlimm, dass mir dann ganz schwummerig wurde. Ich bin umgekippt und habe nichts mehr mitbekommen, was ich Euch erzählen kann.

Als ich wieder aufgewacht bin, war ich dann wieder woanders und habe mich nicht ausgekannt. Meine Nase hat auf einmal an der rechten Seite ein bisschen anders ausgesehen.
Da war er wieder: Der Tierarzt! Bei dem habe ich mich dann ordentlich beschwert und ihm gesagt, dass ich gleich Amnesty International hole, wenn er mich nicht sofort freilässt. Das hat gewirkt. Der hat sofort Herrchen angerufen und Herrchen ist auch gleich gekommen. Das war gut, und wir sind auch auf der Stelle gegangen. Was aber wieder nicht so toll war, ist dass ich jetzt erst einmal nix zum Essen bekommen soll. Dabei bin ich schon ganz ausgehungert und abgemagert.Ich kann Euch sage, ich bin ganz schön fertig.

Die Welt ist ungerecht, vor allem für uns Hunde.

Duka

Geschrieben von herbert am 9. August 2013 | Abgelegt unter Duka | Keine Kommentare

Cross-Gassi

Gestern war das Gassi recht spannend. Zuerst habe ich alle den normalen Weg entlang geführt, den wir seit langem kennen und dann habe ich mir überlegt, dass wir ja mal anders laufen könnten. Wir sind einfach einen Weg hochgelaufen, den normalerweise Holzfäller benutzen, und von da an war es dann richtig toll. Überall waren interessante Gerüche! Frauchen und Herrchen sind überhaupt nicht mehr hinterher gekommen.
Andrés

Und hinter jedem Baum war bestimmt ein Reh, ein Hase oder ein Wolpertinger. Jedenfalls etwas, bei dem wir Hunde ihre Jagdleidenschaft ausleben können.

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Und es gab jede Menge umgefallene Bäume, über die wir locker drüber hopsen können und unter der wir nachschauen mussten, ob da vielleicht noch etwas essbares drunter ist. Ihr hättet sehen sollen, wie sich unsere Leute angestellt haben, als sie über die Bäume gesprungen sind …

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Manchmal sind wir um die Bäume rumgelaufen, und unsere Zweibeiner mussten dann die Leinen wieder entwirren, hihi! Besonders lustig war das, wenn wir durch eine kleine Lücke zwischen den Büschen durchgegangen sind, wo unsere Leute fast nicht durchgepasst haben :D

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Das Beste aber waren die beiden Bäche. Der erste Bach hatte richtig tiefen, schmutzigen Schmadder-Schlamm. Duka ist einfach drüber gesprungen und hat Frauchen hinterher gezogen. Und ich bin ganz normal durchlaufen und habe meine Füße dunkel eingefärbt. Herrchen wollte drüber springen, hats nicht geschafft und hat sich auch die Füße gefärbt ;)

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Der zweite Bach war aber auch nicht schlecht. Der hatte sich so einen tiefen Graben gegraben, fast so tief wie der Grand Canyon. Nur nicht ganz so breit. Für uns war das kein Problem, aber …

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Duka und Frauchen waren schon lange drüben, nur Herrchen hat wieder einen auf Weichei gemacht und überlegt und gezaudert. Irgendwann habe ich ihm dann gezeigt wie das geht und hoppa – erledigt.

Spannend war’s, dieses Gassi und Zecken haben wir auch ein paar eingesammelt. Das merke ich mir, das mache ich jetzt öfters!

Andrés

Geschrieben von herbert am 2. Mai 2013 | Abgelegt unter Allgemein,Andres,Duka | Keine Kommentare

Hunde rennen

Hey, schaut mal!
Ich bin ja inzwischen 12 Jahre alt, nicht mehr ganz so jung, aber rennen ist immer noch mein liebstes Hobby. Ich bin halt doch ein Windhund. Ich habe aber schon seit einiger Zeit eine fette Arthrose in rechten Hinterbein, vor zwei Monaten musste ich deswegen beim Gassi auch immer humpeln. Das Bein entlaste ich auch immer, so dass sogar die Krallen am rechten Fuß schneller wachsen als am linken.
Jetzt bekomme ich aber seit einiger Zeit homöopatische Dingsbums, und guckt mal, wie toll ich jetzt wieder rennen kann.

Euere Duka

Geschrieben von herbert am 24. März 2013 | Abgelegt unter Allgemein,Andres,Duka | Keine Kommentare

Im Wartezimmer

Wenn ich meine Ohren anlege, dann kommt meine Nase noch viel besser zur Geltung.

Ohren angelegt

Nur mache ich das nicht aus Gründen der Eitelkeit, sondern weil wir Hunde hier gedacht haben, dass wir beim Tierarzt sind. Duka hat richtig gezittert und gehechelt.

Das ist ja schon seltsam losgegangen. Zuerst mussten wir in in einen Aufzug einsteigen, da habe ich gleich mal einen Schreck bekommen. Als ich rein wollte, sind mir zwei Hunde entgegen gekommen. Die haben genau so ausgesehen wie Duka und ich. Dann habe ich gemerkt, dass da im Aufzug ein Spiegel ist und ich war beruhigt. Die Türe ist zugegangen, wir sind gefahren, oben ausgestiegen und ins Wartezimmer.

Als wir dann gemerkt haben, dass wir gar nicht beim Tierarzt sind, haben wir uns doch hingelegt und das ganze Büro angeschaut. An manchen Ecken hat es verdächtig nach Labrador gerochen :)

Duka

Andrés

Herrchen hat wieder mit so einem Mann geredet, den wir aus dem Tierheim kennen. Aber dann sind wir gleich gegangen und wieder Aufzug gefahren. Raus aus dem Haus, schnell zum Auto und nach Hause. War das aufregend!

Geschrieben von herbert am 8. März 2013 | Abgelegt unter Andres,Duka | Keine Kommentare

Heute ohne Kleidchen

Gestern habe ich Euch ja erzählt, wie blöd das mit den orange-farbigen Kleidchen ist. Deswegen habe ich heute erst gar keines angezogen, dann könnt ihr mich in meiner ganzen Pracht bewundern – falls ihr mich findet. Bekannterweise ist es ja manchmal wichtig, nicht gesehen zu werden.

Wer es nicht glaubt, hier ist der Beweis:

Zurück zu unserem Gassi. Der Schnee ist immer noch nicht weg. Aber heute war es etwas wärmer, und da habe ich Herrchen überredet, dass wir ohne Kleidchen rausgehen können. Bin ja kein Weichei.

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Inzwischen haben sich ein paar schöne Spuren in den Schnee getreten. Denen sind wir die ganze Zeit nachgelaufen, wenn es nicht gerade am Wegesrand etwas Interessantes gegeben hat.

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Trotzdem standen wir manchmal bis zu den Knien im Tiefschnee und mussten dann raus-hopsen.

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Die Gassi-Runde war im Prinzip dieselbe wie gestern. Auch heute haben wir uns wieder gemeinsam dazu entschieden, den Weg abzukürzen. Angenehm ist, dass sie jetzt wenigstens schon Loipen in den Schnee gemacht haben, damit wir nicht immer so hopsen müssen wie gestern.

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Herrchen hat uns aber heute nicht direkt nach Hause gefahren, wie sich das gehört. Er hat gesagt, dass wir erst noch beim Auto-Doktor vorbeifahren müssen. So wie wir manchmal zum Tierarzt müssen, wenn wir krank sind (ich darf gar nicht dran denken!) hat heute unser Auto zum Auto-Doktor gemusst. Da waren wir dann auch und haben gaaaaanz lange warten müssen. Mindestens zwölf-zwanzig-sieben-zig Minuten. Das war doof. Aber ich habe den Mitarbeitern da etwas schönes vorgesungen. Dafür haben sie mich dann gekuschelt und die Leute haben sich über meinen Gesang gefreut.

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Und noch nicht einmal dann ging es nach Hause. Herrchen ist glatt am Zuhause voebeigefahren und – schwupps – waren wir im Tierheim. Unterwegs habe ich einfach weiter gesungen. Wenn mal Hunde beim Bohlen zugelassen werden, bewerbe ich mich.

Im Tierheim ist es ganz schön langweilig. Ich habe da ein Körbchen, das auch nach anderen Hunden riecht und nicht nur nach mir. Wahrscheinlich verleihen sie mein Körbchen, wenn ich nicht darauf aufpasse. Ich trage das mit Fassung, aber Duka gefällt es gar nicht im Tierheim. Vor allem, wenn Herrchen aus dem Zimmer geht und wir alleine auf das Büro aufpassen müssen, hat Duka Stress. Sie wird dann ganz unruhig und steht die ganze Zeit an der Eingangstüre, bis Herrchen wieder kommt.

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Und erst nachdem Herrchen mit den ganzen Leuten geplaudert hat und lauter komische Sachen geschrieben hat, konnten wir wieder nach Hause. Mir hat ganz schön der Magen geknurrt. Nicht ich habe geknurrt, mein Magen. Wenigstens gab es zügig mein Mittagessen, wenn auch verspätet. Morgen denke ich mir dann eine andere Runde für unser Gassi aus. Vielleicht geht das mit dem Mittagessen dann schneller.

Andrés

Geschrieben von herbert am 26. Februar 2013 | Abgelegt unter Andres,Duka | Keine Kommentare

’s hat geschneit

Als ich heute morgen aufgewacht bin, weil Herrchen in mein Schlafzimmer gelaufen ist und rücksichtslos die Rollos hochgezogen hat, bin ich eben auch aufgestanden. Eigentlich war ich noch unglaublich müde. Und im Gegensatz zu Frauchen und Herrchen muss ich mein Pipi draußen erledigen, egal was gerade für ein Wetter herrscht. Immer werden wir benachteiligt. Dabei haben wir vier Pfoten und die nur zwei. Und unsere Nase ist auch imposanter.
Ich bin auch gleich wieder rein und habe mich hingelegt. Dabei war ich aber ganz vorsichtig. Erst vor ein paar Tagen war ich zu schwungvoll und dann haben mich in der Kurve die Hinterfüße überholt, als ich den Halt auf dem festgefrorenen Boden verloren habe. Diesmal bin ich gaaaanz nahe an der Hauswand entlang gelaufen.

Beim Mittagsgassi war es auch blöd, dass da irgend jemand eine riesige Menge von diesem kalten, weißen Zeug hingeschmissen hat. Der ganze Wald ist voll davon. Zuerst haben sie meinen ganzen Garten und meine Toilette damit vollgemacht, und jetzt auch noch den Wald.
Wald voller Schnee

Bis zu den Knien bin ich eingesunken, und manchmal bis zu meiner Heldenbrust.
Andrés im Tiefschnee

Ich habe übrigens auch noch ein paar ganz tolle Verstecke gefunden. Nächstes Jahr frage ich mal bei Frauchen nach, ob ich ein weißes Kleidchen bekomme. Das fällt dann nicht so auf. Oder ich weigere mich einfach, eines anzuziehen, ich mag die ja ohnehin nicht besonders. Ich sehe da immer aus, als ob ich bei der Müllabfuhr arbeiten würde.
Suchbild

Viele Stellen waren aber unglaublich interessant. Und schwierig zu erriechen. Im Schnee muss man schon immer ganz genau riechen, wer hier war. Und nachmarkieren natürlich.
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Das war ganz schön anstrengend. Und das Laufen auch. Mit jedem Schritt mussten wir hopsen, wir können ja nicht einfach durch den Schnee pflügen wie ein Motorschlitten. Herrchen hat übrigens auch ganz schön geschnauft, den schicken wir mal ins Fitness-Studio

Jedenfalls war das Gassi heute so blöde, dass ich sogar freiwillig vorgeschlagen habe, nur die kleine Runde zu laufen. Und dann auch noch die Abkürzung bei der kleinen Runde. Duka und Herrchen waren auch einverstanden. Sonst gehe ich ja gerne Gassi und weiß bei jeder Ecke, wo die längere Wegstrecke ist. Aber heute war’s doof.

So, liebe Leute, jetzt macht mal was gegen dieses weiße Zeug. Ihr könnt ja sonst auch alles. Ihr könnt machen dass es hell wird oder dunkel, warm oder kalt. Dann könnt ihr ja bestimmt auch dieses kalte Zeug wegschaffen. Das stört nämlich ganz schön in unserem Wald. Und ich muss alle paar Stunden die Grenzen von unserem Grundstück neu markieren, damit alle wissen dass ich hier wohne. Das wäre viel einfacher, wenn dieses weiße Zeug nicht da wäre.
Grenzmarkierung

Also, bitte versprecht mir mal, dass ihr dafür sorgt, dass dieses kalte, nasse Zeug so schnell nicht mehr kommt, ja? Das liegt jetzt lange genug in meinem Wald. Und heute Nacht habt ihr echt übertrieben mit der Menge, die ihr da hingebracht habt.

Andrés

Geschrieben von herbert am 25. Februar 2013 | Abgelegt unter Andres,Duka | Keine Kommentare

Pedro ist jetzt bei Covi und Marie

Gestern, am 3. Oktober 2012, haben wir Pedros Asche der Erde zurückgegeben.

Ostern 2012 war für uns ein besonderer Tag, vor allem Karfreitag, denn da ist Pedro bei uns eingezogen. Pedro kam aus Spanien und wartete schon ein halbes Jahr im Tierheim. Er war mal kurzzeitig vermittelt, wurde aber nach einem Tag wieder zurückgebracht, weil er eine im Haus wohnende Katze gejagt hat. Damit hatte der junge Hund gleich zwei Handicaps: Leishmaniose und den Ruf, unverträglich zu sein.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Pedro war nicht bissig, aber er war ein großer Jäger. Vermutlich musste er sich eine Weile selbst durchschlagen, und das überlebt man als Hund nicht, wenn man sich selbst keine Nahrung besorgt. Das Leben als Straßenhund ist eben keine Kuschelstunde und Katzen passen nun einmal gut in Pedros Beuteschema. Jeder, der auch nur ein paar Minuten mit Pedro gassi war, hätte das problemlos erkennen können.

Zur Leishmaniose kann man sagen, dass sie vor allem mit viel Panik verbunden ist. Leishmaniose ist nicht ansteckend, sie kann nur durch eine bestimmte Insektenart übertragen werden. Und diese Insekten gibt es bei uns nicht, im Mittelmeerraum aber schon. Deshalb ist sie eben dort anzutreffen, aber nicht bei uns. Leishmaniose wird nicht über direkten Kontakt, Speichel oder die Luft übertragen. Trotzdem hatte Pedro als Leish-positiver Hund schlechte Vermittlungschancen. Und mit dem Makel, ein katzenfressendes Monstrum zu sein, sowieso. Als seine Tierheim-Zimmergenossin Valeria vermittelt wurde und Pedro dann alleine im Zimmer war, ist er bei uns eingezogen. Tja, und mit dem nicht einmal dreijährigen Pedro kam jede Menge Leben in die Bude.

Pedro war lieb zu allen Menschen, er hat sich sogar über den Tierarzt gefreut und ihn mit Wedeln begrüßt. Er war aber trotzdem ein begnadeter Jäger. Nach etwa vier Wochen hat er akzeptiert, dass die bei uns wohnhaften Meerschweinchen zur Familie gehören und nicht zum Jagen da sind, auch wenn sie quieken. Dafür hat er sich sehr für die Vögel im Garten interessiert und sich um die Katzen, die durch denselben streifen, gekümmert. Unser Garten soll ja schließlich katzenfrei bleiben, finden zumindest die Hunde. Pedro hat auch bereitwillig die Rolle des Melders in unserem Rudel übernommen. Wenn irgendwo irgendetwas nicht so war, wie es sich gehörte, hat Pedro das gemeldet. In den ersten Wochen auch gerne nachts mit sehr lautem „Wuff“. Später, als die nächtlichen Geräusche, die nur Hundeohren hören, zur Normalität wurden, nicht mehr. Wenn irgendwo eine Katze aufgetaucht ist, hat Pedro das gemeldet. Wenn irgendwo ein ungebetener Hund war – und ungebeten waren in seinen Augen viele – ebenso. Jedenfalls wusste dann immer jeder im Rudel Bescheid, denn auf Pedro war Verlass. Auch wenn im Fernsehen Tiere kamen, hat er ganz aufmerksam zugeschaut. Ein- oder zweimal hat er dabei auch die Stereoanlage abgebaut, um zu kontrollieren, ob die Tiere im Fernsehen vielleicht dahinter sind. Pedro ging nicht gassi, Pedro ging jagen. Eichhörnchen in Sichtweite? Kein Problem, Pedro sagt es jedem. Oder vielleicht ein Reh? Na, das ist ja wirklich nicht zu übersehen!

Pedro hatte hinten an den Oberschenkeln leicht fransiges Puschelfell. Überhaupt war sein Fell weicher als bei „normalen“ Galgos. Er hatte einen weißen Kragen in seinem honigfarbenen Pelz und auf der Körperunterseite eine Menge dunkler Punkte auf der Haut (nicht im Fell). Das auffälligste waren aber Pedros herrliche große Stehohren. Wenn er ganz aufgeregt eine Beute fixierte, hat er sie so sehr aufgestellt, dass zwischen den Öhrchen auf der Stirn eine scharfe Falte entstand.

Auch beim Wassertrinken hatte Pedro seine ganz eigene, spezielle Technik. Er hat nicht wie andere Hunde mit der Zunge geschlabbert, sondern mehr oder weniger mit den Zähnen ins Wasser gebissen. Dabei hat er immer wieder Wasser in die Nase bekommen. Um das zu verhindern hat er oft gleichzeitig mit dem Trinken durch die Nase ins Wasser gepustet und lustige Blubberblasen gemacht.

Irgendwann in der zweiten August-Hälfte hat Pedro sein Futter nicht mehr gegessen. Das war sehr ungewöhnlich, denn er war sonst kein Kostverächter. Eine Blutuntersuchung ergab sehr schlechte Nierenwerte, er hatte auch Blut im Urin. Gegen die Nierenentzündung bekam er eine Woche lang jeden Tag zwei Spritzen. Sofort nach den ersten Spritzen begann er wieder zu fressen. Der Urin wurde klarer. Anfang September bekam er einen Rückfall und fraß wieder schlecht. Wir brachten ihn in die Tierklinik. Er bekam Infusionen und viele Medikamente und musste stationär dort bleiben. Die Leishmaniose war stark ausgebrochen und griff Pedros Organe an, vor allem die Niere und wohl auch die Leber. Nach zwei Tagen durfte er über Nacht nach Hause zu seinem Rudel, tagsüber musste er an die Infusion. Nach wie vor rührte er keinen Bissen an, auch die tollsten Leckerlis nicht. Am fünften Tag ergab eine erneute Blutuntersuchung, dass wir den Kampf verloren haben. Trotz der tagelangen Infusionen und der vielen Medikamente waren die Nierenwerte stark angestiegen, und es kam auch noch eine Blutarmut hinzu. Das bedeutet, dass die Leishmanien nun auch noch das Knochenmark befallen hatten. Mittags fuhren wir in die Klinik und begleiteten Pedro auf seinem letzten Weg. Als Pedro uns in der Klinik gesehen hat, schenkte er uns ein letztes Wedeln. Pedro starb in unseren Armen. Er wurde nicht einmal drei Jahre alt.

Wir werden unseren kleinen Schatz nie vergessen, wie er begleitet von Dukas erzieherischem Bellen wie ein Flummi durch die Wohnung hopste und in seinem Übermut alles verschüttelte, was ihm zwischen die Zähne kam. Wie er es sich ganz selbstverständlich auf dem Bett oder dem Sofa bequem gemacht hat. Wie er herumhibbelte, weil er spielen wollte – dann musste man ihm den Balli im Garten werfen, das hat ihm einen Riesenspaß gemacht. Wie er unsere Schuhe und Socken überall einsammelte und in der Wohnung verteilte, nein aufräumte. Wie er sich grinsend auf den Rücken wälzte, ein Vorderbein hoch in die Luft gestreckt, und sich am Bauch kuscheln ließ. Und diese Öhrchen! Unser kleiner Bär, Du hast Sonnenschein in unser Leben gebracht und uns ganz viel Freude gemacht. Du fehlst uns schrecklich!

Geschrieben von herbert am 4. Oktober 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Pedro | Keine Kommentare

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